Exakt 49,6 Kilometer liegen zwischen der Blankenlocher Sporthalle und jener der SG Heidelberg. Für die Volleyballer der TSG Blankenloch um Spielertrainer Torsten Kirchhardt ist das freilich eine Kurzstrecke. Jedenfalls im Kosmos der 3. Liga Süd. Längst vorbei sind die Derby-Zeiten gegen den SSC Karlsruhe II oder den TV Bühl. Die Baden Volleys II schmettern mittlerweile in Liga zwei, die Bühler Bisons baggern nach dem Abstieg künftig in der Regionalliga Süd.
Die TSG gehört dagegen seit vielen Jahren zum festen Inventar der 3. Liga. Nur noch das Aufeinandertreffen mit der SG Heidelberg besitzt zumindest einen Hauch Lokalkolorit. Ansonsten geht es für die Blankenlocher Schmettermänner auf weite Reisen. Vom Bodensee bis zum Westerwald. „Uns ist es eher egal, dass es keine Derbys mehr gibt. Derbys waren früher von größerer Bedeutung“, sagt Kirchhardt. Insgesamt verbringen die TSG-Jungs bei den neun Auswärtsfahrten rund 1.530 Kilometer auf den Straßen. Einfache Strecke, wohlgemerkt.
Am Samstag (16 Uhr) aber startet die TSG, in der vergangenen Saison Tabellenfünfter, mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger TG Schwenningen in die Saison. Ein Pflichtsieg für die Kirchhardt-Truppe? Das sieht der TSG-Coach anders. „Als Aufsteiger ist man zu Saisonbeginn sehr euphorisch. Das ist eher ein schwieriger Start für uns“, so Kirchhardt. Gegen Schwenningen muss er zudem auf die beiden Mittelblocker Stefan Hornung (Foto: Frank Seiter) und Florian Ebert verzichten. Neben Schwenningen sind der TSV Mimmenhausen (aus Liga zwei) und DSW Darmstadt neu in der zehn Teams umfassenden 3. Liga. „Bei einem Absteiger ist es nie ganz klar, wer geht, wer neu ist, daher kann ich Mimmenhausen nicht wirklich einschätzen. Die Aufsteiger können definitiv mitmischen in dieser Liga“, findet Kirchhardt.
Das Ziel für die TSG Blankenloch ist klar: eine sorgenfreie Runde spielen, möglichst früh möglichst viele Punkte sammeln, um so gar nicht in den Abstiegskampf zu geraten. „Ob das gelingt, wird sich zeigen. Letzte Saison war es auch relativ lange recht eng“, sagt Kirchhardt, der aber im Idealfall „das obere Drittel“ anpeilt. Bei dem Vorhaben muss der TSG-Coach aber auf Zuspieler Thomas Heidebrecht verzichten, den es zu den Baden Volleys II zog. Neu im TSGKader sind Finn Benkeser, der aus Team zwei hochgezogen wird, und Samuel Schöner.



